Rechtsanwaltskanzlei in Weilburg
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Umgangsrecht

Das Umgangsrecht mit beiden Elternteilen ist ein Recht des Kindes. Jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt. (§ 1684 Abs. 1 BGB)

Umgangsregelungen sollten zwischen den Eltern möglichst einvernehmlich getroffen werden und dabei die Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligte berücksichtigen. Als Faustregel wird oft ein Wochenendumgang im wöchentlichen Wechsel und Ferienumgänge vereinbart. Dies ist allenfalls ein Anhaltspunkt. Zu berücksichtigen sind Alter des Kindes, dessen Gewohnheiten, persönliche Bedürfnisse und schulische oder andere Belange. Aber auch die Bedürfnisse der Eltern sind zu bedenken. Besondere Arbeitszeiten, z.B. bei Schichtarbeit, bedürfen besonderer Regelungen. 

Wenn die Entfernung zwischen den Wohnorten der Eltern besonders weit ist, kann eine zwei-wöchentlicher Umgang keinem der Beteiligten zugemutet werden. Ist das Kind noch sehr klein, kommt seinen Bedürfnissen ein häufiger, dafür vielleicht jeweils kurzer Umgang, mit dem anderen Elternteil unter Umständen besser entgegen.

Auch ein Betreuung des Kindes durch beide Elternteile zu jeweils gleichen zeitlichen Anteilen kommt in Betracht. Die Eltern sind in der Gestaltung von Betreuung und Umgangskontakten grundsätzlich frei, solange die getroffene Regelung dem Kindeswohl entspricht.


 
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